famOS Festival 2022

Save the date!

Vom 14.10. bis 22.10.2022 wird das famOS Festival 2022 in Osnabrück stattfinden.

Ziel des famOS Festivals ist es, über die Urbane Kunst Dialogräume zu schaffen. Aus diesem Grund wird in jedem Jahr ein Oberthema von den eingeladenen Künstler:innen bearbeitet. Das famOS Festival behandelt in diesem Jahr das Thema Wandel. Den Impuls dafür gab der Ort des diesjährigen Festivals rund um den Osnabrücker Neumarkt. Ab Juli werden wir gemeinsam „Osnabrücks Schandfleck“ in ein Schmuckstück verwandeln. Drei Aspekte von Wandel stehen hierbei besonders im Vordergrund:

 
Wandel des Stadtteils:
 
In den neunziger Jahren war am Neumarkt die Welt der alten Bundesrepublik noch in Ordnung. Die Kaufhäuser boten mannigfaltige Warenauswahl und die Menschen flanierten zwischen Große Straße und Johannisstraße hin und her. Nach Schließung des Neumarkttunnels und erster Kaufhäuser wie Wöhrl und Leffers veränderte sich der Stadtteil rund um die Johannisstraße.  Leerstände nahmen zu und neue Personengruppen eigneten sich den Neumarkt an. Somit bietet das Quartier bis heute auch Menschen ohne Geld einen Rückzugsort.
 
Nun erobert das famOS Festival weite Teile des Viertels rund um den Neumarkt an und verändert den Charakter des Ortes ein weiteres Mal. Das Ganze vollzieht sich vor dem Hintergrund von Stadtplanungen, die den zeitnahen Abriss der meisten Gebäude im Quartier vorsehen. Entstehen sollen die Johannishöfe: ein Mischkonzept aus Gewerbe- und Wohneinheiten.
 
Wandel in einer immer komplexer werdenden Zeit:
 
Von Heraklit stammt der Satz „Du kannst nicht zweimal in denselben Fluss steigen“. Er beschreibt damit sehr anschaulich wie Wandel ein immanenter Bestandteil des Lebens ist. Aktuelle Themen unserer Zeit, von Klimakatastrophe und Pandemie über militärische Konflikte, die auch der Friedensstadt Osnabrück näher rücken, bis hin zur Digitalen Revolution, machen aus dem Fluss von Heraklit einen zunehmend reißenden Strom. Alte Sicherheiten werden von neuen Ängsten abgelöst. Und doch besteht Grund zur Hoffnung, denn wir sind aufgefordert selbst aktiv zu werden und gelangen so zu unserem dritten Aspekt:
 
Wandel als Aufforderung an uns selbst:
 
Wir alle sind aufgefordert jetzt zu handeln. Es beginnt mit „einfachem“ Verzicht, wie zum Beispiel auch einmal das Smartphone zugunsten eines persönlichen Gespräches zur Seite zu legen. Eine Fortsetzung findet die individuelle Auseinandersetzung vielleicht im Hinterfragen von Konsumgewohnheiten und erfährt ihre Krönung in der Aktion. Es ist Zeit zu handeln und Akzente zu setzten. Jede:r nach ihren Fähigkeiten. Das famOS Festival lädt dazu ein, mittels der Urbanen Kunst Impulse für eine Veränderung von verschiedenen Aspekten des Miteinanders zugunsten einer lebenswerten Zukunft zu sammeln.